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Aufgrund von Parodontitis zum Zahnarzt

Zahnreinigung Parodontitis

Steht ein Besuch beim Zahnarzt (praxisdrschrott.de) an, dann ist die Freude nicht unbedingt groß. Man muss aber fairerweise sagen, dass sich die Medizin stark weiterentwickelt hat und selbst Angstpatienten gut aufgehoben sind. Die Aufgabengebiete eines Zahnarztes sind umfangreich, neben Wurzelbehandlungen ist oft Parodontitis ein Thema. Umgangssprachlich kommt auch der Begriff Parodontose zum Einsatz, der Hintergrund ist aber immer gleich: Der Zahnhalteapparat ist chronisch entzündet. Doch was steckt genau dahinter und was kann man dagegen tun?

Zerstört Knochen und Gewebe

Grundsätzlich ist es so, dass es sich in den meisten Fällen um einen langsam verlaufenden Prozess handelt. Dieser kann Jahre beziehungsweise Jahrzehnte dauern. Es gibt aber auch eine aggressive Form, die nur Wochen/Monate in Anspruch nimmt. Ohne zahnärztliche Behandlung ist Zahnverlust die Folge, oft werden auch ehemals gesunde Zähne in Anspruch genommen.

Der Auslöser für das Ganze sind Beläge, die sich in den Zahnzwischenräumen und auf der Oberfläche der Zähne bilden. Man nennt sie auch Plaque und es handelt sich um eine Armee von Bakterien, die durch ihre Stoffwechselprodukte eine Entzündung auslösen. Anfangs sind die Beläge weich, nach und nach entsteht aufgrund einer Verhärtung Zahnstein. Das Problem: Zahnstein raut die Zahnoberfläche auf und es bildet sich ein optimaler Nistplatz für die Bakterien. Damit diese nicht tiefer ins Gewebe eindringen können, reagiert das Immunsystem mit einer Gingivitis (oberflächliche Entzündung beziehungsweise Zahnfleischentzündung). Die Abwehr des Körpers ist keine dauerhafte Lösung, denn irgendwann gibt die natürliche Barriere nach. In diesem Fall dringen die Bakterien ins Gewebe ein und die bislang oberflächliche Entzündung wird chronisch.

Der Verlauf von der Zahnfleischentzündung zur Parodontitis verläuft schubweise. Schrittweise werden alle Bereiche des Zahnhalteapparates erfasst und das Zahnfleisch bildet sich zurück. Auch Knochen und Gewebe bauen ab. Irgendwann verlieren die betroffenen Zähne ihren Halt, werden locker und fallen aus.

Frühzeitige Behandlung das A und O

Wird Parodontitis festgestellt, dann bestehen bei einer frühzeitigen Diagnose große Chancen auf Erfolg. In vielen Fällen reicht die sogenannte Basistherapie aus, die sich auf zwei Aspekte konzentriert. Einmal soll die Entzündung gestoppt werden (die schädlichen Bakterien müssen eliminiert werden), und einmal soll das Gewebe gerettet werden beziehungsweise dauerhaft erhalten bleiben. Unter örtlicher Betäubung nimmt sich der Zahnarzt zuerst die Reinigung der Zahnfleischtaschen vor. Das geschieht mit Handinstrumenten und soll weiche und harte Beläge entfernen. Anschließend ist das Glätten der Zahnwurzelflächen dran, durch diese Maßnahmen wird den schädlichen Bakterien das erneute Anheften erschwert. Manchmal wird zusätzlich mit Antibiotika gearbeitet, wenn es sich um einen aggressiven oder schweren Verlauf handelt.

Sind die Zahnfleischtaschen besonders tief oder schafft die Basistherapie keine Besserung, dann ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. Dieser findet ebenfalls unter örtlicher Betäubung statt und heißt deshalb so, weil der Zahnarzt einen kleinen chirurgischen Eingriff vornehmen muss. Präziser gesagt geht es um die Freilegung der Wurzeloberflächen, sodass der Mediziner freie Sicht hat und besser arbeiten kann. Außerdem erkennt er auch tief liegende Beläge und kann gründlicher reinigen. Die Behandlungsmethode kommt auch zum Einsatz, wenn verlorenes Gewebe wieder aufgebaut werden muss.

Wichtig: Da es sich bei Parodontitis um eine chronische Entzündung/Erkrankung handelt, ist eine dauerhafte Nachsorge Pflicht. Mundhygiene, Kontrolluntersuchungen und professionelle Zahnreinigungen sind die entscheidenden Eckpfeiler.


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